Demnach ist Ju-Jutsu die Kunst des Ausweichens. Dies wird auch in der Geschichte dieser Sportart klar:
Bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts gab es eine Kampfsportart mit
einem ähnliches Namen, das Jiu-Jitsu. Diese fristete ein Schattendasein
neben den anderen Kampfsportarten Judo, Karate und Aikido. Das Jiu-Jitsu war
nicht mehr zeitgemäß und technisch überholt. Parallel dazu
fehlte der Kampfsportwelt ein System, welches die Vorteile der drei zeitgemäßen
Kampfsportarten in sich vereinigte.
1967 wurden dann einige hohe DAN-Träger beauftragt sich mit dieser Lücke
zu befassen. Auf der Basis der gegebenen Kampfsortarten wurde ein neues und
effektives Selbstverteidigungssystem geschaffen. So wurde das heutige Ju-Jutsu
geschaffen.
Doch dieses wurde zunächst kontrovers diskutiert doch letztendlich angenommen.
Das neu geschaffene Ju-Jutsu diente ausschließlich der Selbstverteidigung,
war jedoch noch nicht perfekt. Insbesondere war es natürlich notwendig
einen möglichst guten Praxisbezug herzustellen, so dass die SV auch realistisch
eingesetzt werden konnte. Und so entwickelten auch verschiedene Personen mit
Erfahrungen aus dem Polizeidienst an dieser Kampfsportart mit. Damit war gleichzeitig
der Grundstein für den heutigen Einsatz in der Polizei gelegt.
Zu den ursprünglichen Einflüssen Karate, Judo und Aikido kamen noch
Boxen und Ringen hinzu.
Mittlerweile hatte sich Ju-Jutsu so weit entwickelt, dass auch ein Wettkampfteil
entstanden war. Zwischen den einzelnen Polizeisportverbänden war ohnehin
schon eine wettkampfartige Struktur entwickelt, so dass diese nur noch ausgebaut
werden musste.
Heute ist Ju-Jutsu eine realistische SV mit Elementen aus Karate, Judo, Aikido,
Boxen und Ringen sowie entscheidenden Elementen aus der Fallschule.